Carports mit Solaranlagen auf dem Dach

Immer wieder sieht man Carports, die mit einer Solaranlage auf dem Dach ausgestattet sind. Der Trend dazu steigt immer weiter an. Auf dem Carport lässt sich solch eine Solaranlage praktischerweise auch ganz komfortabel und schnell montieren. Von einigen Anbietern gibt es mittlerweile sogar Komplettlösungen für den Solarcarport, wodurch die ganze Sache noch einfacher ist. Aber auch das Nachrüsten ist möglich. Aber welche Vorteile bringt das nun eigentlich so mit sich und was ist zu beachten?

Die Vorteile des Solar-Carports

Ein Carport hat ja überwiegend die Funktion. Er soll Autos, Motorräder und andere Fahrzeuge vor Witterungseinflüssen optimal schützen. Auch dient es bei manchen Leuten als erweitere Abstellfläche für diverse Dinge, die im Haus keinen Platz finden. Wenn dann auch noch ein Carport mit einer Solaranlage kombiniert wird, hat es noch weitere Funktionen. Wir stellen Ihnen hier die Vorteile einer Solaranlage auf dem Carportdach vor.

  • Geringerer Montageaufwand als auf einem Hausdach
  • Produzierte Strom wird mit derselben Einspeisvergütung einer Hausdachanlage vergütet
  • Wirtschaftlich sehr interessant

Sie bekommen somit eine vollwertige Solaranlage, ohne dass eine aufwendige Montage auf dem Wohnhausdach notwendig ist. Das spart natürlich jede Menge Kosten hinsichtlich der Anbringung und ist viel schneller gemacht.

Kosten und Wirtschaftlichkeit – was beachten

Die Wirtschaftlichkeit und die Kosten eines Carports mit Solaranlage hängen von mehreren Faktoren ab. Unter anderem sind die folgenden Faktoren für die Kosten ausschlaggebend:

  • 1. Größe
  • 2. Ausstattung
  • 3. Qualität

Je hochwertiger die eingesetzten Materialien und je besser diese verarbeitet wurden, umso höher fallen im Endeffekt auch die Kosten aus. So kann es schnell passieren, dass ein Carport auch mal eben bis zu 25000 Euro kosten kann. Erfahrungsgemäß liegen die Kosten für die Solarmodule, mit denen Sie rechnen müssen, bei rund 2000 Euro pro kWp. Wenn Sie sich also für einen Carport mit einer 5 kWp Anlage entscheiden, kommen schon allein für die Solaranlage Kosten von rund 10000 Euro zusammen. Dann kommen noch die Kosten für den Carport selber hinzu. Schnell sind da 20000 Euro nichts. Doch nach einigen Jahren machen sich die Kosten bezahlt. Wie in der Praxis gezeigt wird, sind meistens nach 10 oder 12 Jahren die Solarkosten wieder drin.
Mann schreibt etwas

Planung ist wichtig

Natürlich sollte bei der Planung bereits darauf geachtet werden, wie der Carport ausgerichtet wird. Sinnvoll ist es natürlich, den Carport mit der Solaranlage zur Sonne hin zu positionieren. So entsteht dann bekanntlich die meiste Energie. Falls Sie einen kompletten Neubau eines Carports vorhaben, so kann das richtig gut umgesetzt werden. Besteht bereits ein Carport und wollen Sie aufrüsten, dann ist das natürlich auch kein Problem. Perfekt wäre es in diesem Falle, wenn der Carport an einer günstigen Stelle steht und genügend Sonnenenergie abbekommt. Auf jeden Fall ist das Nachrüsten einer Unterstellmöglichkeit mit einer Solaranlage wesentlich einfacher zu realisieren, als das auf einem Hausdach möglich ist. Es ist aber sinnvoll, vorher einen Fachmann zurate zu ziehen, um die statischen Angelegenheiten überprüfen zu lassen. Auch lässt sich durch eine ordentliche Planung jede Menge Geld sparen. Wird beispielsweise die Unterstellmöglichkeit dicht am Haus aufgestellt, so sparen Sie sich eine Seitenwand. Das ist dann wieder Geld, welches Sie in die Solaranlage stecken können. Wichtig ist übrigens auch, dass der Carport entgegen der Wetterseite platziert wird, um Wind, Schnee, Regen und Co davon abzuhalten, einzudringen.

Nachrüsten – was ist zu beachten

Wie bereits erwähnt, ist es kein Problem, einen bestehenden Carport mit einer Solaranlage nachzurüsten. Doch es müssen auch einige Dinge berücksichtigt werden. Wichtig sind unter anderem:

  • Überprüfung der statischen Gegebenheiten
  • Verwendung eines Alu- oder Edelstahlgestells
  • Geprüftes Gestell verwenden

Allerdings haben die verschiedenen Bundesländer unterschiedliche Vorgaben zur Errichtung einer Solaranlage. Von daher sollten Sie sich im Vorfeld bei der Baubehörde informieren, welche Regelungen an Ihrem Standort eingehalten werden müssen. Fragen kostet ja bekanntlich nichts und vor allem sind Sie so auf der sicheren Seite und haben im Nachhinein nicht das Nachsehen.

Umwelt schützen und fördern lassen

Auch wenn es nur noch wenig bis überhaupt keine Förderung vom Staat gibt, rentiert es sich dennoch, in eine Solaranlage zu investieren. Die Vergütung, die Sie erhalten können, hängt im Endeffekt von dem Jahr ab, in dem die Anlage auf dem Dach installiert wurde. Wer die Förderung erhält, profitiert letztendlich 20 Jahre von der festgelegten Vergütung. Diese bleibt in dem genannten Zeitraum stets konstant. Letztendlich ist es aber so, dass sich die Investition in die Solaranlage nach mehreren Jahren bezahlt macht. Gestenfalls können Sie sogar noch mit einer Rendite rechnen, obwohl die Sätze gesenkt wurden. Eine Solaranlage ist generell zu empfehlen und außerdem schützen Sie zusätzlich die Umwelt.

Komplettsysteme sind eine gute Alternative

Auch wenn Sie bereits über einen Carport verfügen und über das Nachrüsten einer Solaranlage nachdenken, sollten eventuell auch die Carport-Komplettsysteme in die nähere Wahl gezogen werden. Die Komplettsysteme sind perfekt aufeinander abgestimmt. Bei manchen alten Carports aus Holz ist es außerdem nicht immer ratsam, dieses mit einer Solaranlage nachzurüsten. Teilweise ist es sogar gar nicht möglich. Dann muss man entweder verzichten und den alten Carport weiter nutzen oder Sie entscheiden sich für eine komplett neue Anlage. Weitere Gründe, warum Sie sich für ein komplett neues Carportsystem entscheiden, könnten auch sein:

  • Alter Carport ist nicht optimal ausgerichtet
  • Sanierungsmaßnahmen an der alten Überdachung notwendig
  • Moralischer Verschleiß

Aber mit welchen Vor- und Nachteilen können Sie nun eigentlich rechnen, wenn Sie sich für einen neuen Carport mit Solardach entscheiden?

Vorteile Nachteile
+ Meist modular erweiterbar – Ganz nach Modell können hohe Kosten entstehen
+ Je nach Bundesland genehmigungsfrei mit bis zu zwei Stellflächen – Alter Carport muss weichen
+ Zeichnungen, Statik und Co enthalten – Nicht immer der Aufbau in Eigenleistung möglich
+ Optimale Dachneigung für hohe Energieausbeute

Audi unter Carport

Jede Menge Zubehör

Natürlich gibt es auch einige Möglichkeiten, um den Carport den letzten Schliff zu geben. So ist es beispielsweise ratsam, ein Entwässerungssystem anzubringen. Das aufgefangene Wasser kann dann beispielsweise zum Blumengießen genommen werden. Aber auch eine Beleuchtung bietet sich durch den eigenen erzeugten Strom an. Wenn schon die Möglichkeit besteht, warum sollte dann nicht auch gleich noch eine optimale und schicke Beleuchtung angebracht werden? Hierfür bieten sich dann unter anderem LED-Beleuchtungsanlagen an, die auch schnell befestigt und angeschlossen werden können.

Baukasten-Komplettsysteme – einfach und schnell selber montieren

Nicht immer müssen Sie auf eine teure Fachfirma zugreifen und Ihren neuen Carport errichten lassen. Es gibt sehr gute und interessante Komplettsysteme als Bausätze, die Sie sogar selber aufstellen können. Den Komplettsystemen liegt in der Regel eine Aufbauanleitung dabei, in der der Aufbau der Anlage optimal beschrieben wird. Durch den Selberaufbau ersparen Sie sich zusätzliche Kosten für die Montage. Das kann schon einen beträchtlichen Teil ausmachen. Denn auch gerade die Montage stellt immer wieder einen erheblichen Kostenfaktor dar. Haben Sie handwerkliches Geschick oder Freunde und Bekannte, die sich in diesem Bereich auskennen, haben Sie eine gute Grundlage.

Eine perfekte Tankstelle für E-Bikes und Elektroautos

Der Trend zum Energiesparen geht ja bekanntlich immer weiter bergauf. Einige Leute verfügen mittlerweile schon über Elektroautos oder zumindest ein E-Bike. Doch diese müssen natürlich auch mit Strom gespeist werden. Ein Solarcarport bietet sich perfekt als Solartankstelle für Ihre Elektrofahrzeuge an. Ein gutes und günstiges Carportsystem ist der Stahlcarport. Aber welche Vorteile genau bringt der Carport aus Stahl mit sich?

  • Kostengünstige Variante
  • Als Einzel- oder Reihencarport erhältlich
  • Gute Überdachung bestehender oder neuer Überdachungen
  • Schnell und problemlos aufbauen
  • Für alle Modularten geeignet

Tankstelle für das Auto

Modularten

Es gibt für Solarcarports generell mehrere Modularten. Unter anderem gibt es Doppelglasmodule, die besonders robust und leicht sind. Durch die leichte Art lassen sie sich natürlich auch recht einfach anbringen und installieren. Meist gibt es ein Ein-Klick-System, durch die die Module problemlos an der Halterung befestigt werden. Die Montage ist also schnell gemacht und dazu auch noch kostengünstig. Außerdem ist es auch lichtdurchlässig und natürlich regendicht. Teiltransparente Glasmodule sind optimale Energielieferanten und zusätzlich gute Schattenspender. Letztendlich kann auf jedes Dach eine Solaranlage installiert werden, egal, ob es ein Satteldach, Walmdach, Schrägdach, Pultdach oder Flachdach ist. Mit guten Modulen, einem optimalen Stellplatz und Ausrichtung werden Sie sicherlich eine gute Energieausbeute erzielen und von der Energieeinsparung und der Einspeisung der Kilowattstunden profitieren.

Förderung vom Staat

Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Solaranlage auf dem Carportdach vom Staat gefördert wird. Anfangs ist die Errichtung der Anlage zwar mit hohen Kosten verbunden, doch im Endeffekt macht es sich bezahlt. Für ganze 20 Jahre gab es eine Förderung vom Staat. Die Förderung wurde aber Jahr für Jahr gesenkt. Von der KfW gibt es in der Regel übrigens zinsgünstige Kredite bis zu 50000 Euro für die Errichtung von Solarthermieanlagen. Außerdem gibt es von der BAFA Zuschüsse. KfW und BAFA können sogar miteinander kombiniert werden, dürfen aber im Endeffekt die Gesamtkosten für die Maßnahme nicht übersteigen. Vor geraumer Zeit war es so, dass es für den Strom, der selber erzeugt und genutzt wurde, Förderung gab. Mittlerweile wurde das aber abgeschafft. Seit August 2014 werden sogar Eigenverbraucher mit einer Abgabe belastet. Ärgerlich ist das schon. Dennoch ist es sicher eine interessante und lohnenswerte Investition in die Zukunft.

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