Wandstärken von Fertiggaragen: Welche gibt es, welches Material ist geeignet?

Sie möchten sich eine Fertiggarage für Ihr Fahrzeug zulegen, um den fahrbaren Untersatz vor verschiedenen äußeren Einflüssen zu schützen? Wichtig ist es, sich im Vorfeld genau über die Möglichkeiten zu informieren. Eine Garage stellt doch einen erheblichen Kostenfaktor dar. Da sollte im Endeffekt auch wirklich das gebaut werden, was voll und ganz Ihre Vorstellungen und Wünsche erfüllt. Fertiggaragen gibt es aus:

  • Holz
  • Stahl
  • Beton

Welche Wandstärken gibt es?

Alle Materialien haben ihre Vor- und Nachteile, über die Sie sich im Vorfeld im Klaren sein sollten. Unterschiede gibt es hinsichtlich der Wandstärke, der Dämmmöglichkeiten, der Preise und vielen weiteren Punkten. Fertiggaragen können direkt zusammen mit dem Hausbau geplant werden. Doch auch nachträglich können Garagen problemlos entstehen und sich optimal ins Bild einfügen. Ob schlüsselfertig oder als Bausatz, Sie als Bauherr haben die Wahl und können sich überlegen, ob Sie die Kfz-Garage selber montieren oder doch von den Spezialisten aufbauen lassen möchten.

Welche Wandstärken gibt es?

Garagen können mit Ziegelsteinen gemauert werden. Bei einer solchen Variante beträgt die Wandstärke allerdings meistens 24 cm und mehr. Im Vergleich zu der Wandstärke einer Betonfertiggarage ist das doch eine sehr dicke Wand. Betonfertiggaragen sind in der Regel sechs oder acht Zentimeter dick. Eine Betonfertiggarage bietet Ihnen also deutlich mehr Platz. Hier kommen ein Paar Beispielmaße:

Material Wandstärke
Beton Ca. 6 bis 10 cm
Stahl Ca. 3 cm
Holz Ca. 7 bis 10 cm

Bei der Betonfertiggarage gibt es Unterschiede hinsichtlich der Wandstärke. Freistehende Garagen werden meistens mit Wandstärken von sechs bis acht Zentimetern geliefert. Soll die Betongarage in die Erde gebaut werden, so fallen die Wandstärken doch etwas dicker aus. Mit zehn Zentimetern müssen Sie da schon rechnen. Dennoch fällt die Wandstärke deutlicher geringer aus als bei einer massiv gemauerten Garage.

Unterschied in der Materialstärke

Isoliereigenschaften sollten beachtet werden, wenn Sie sich für eine Garage entscheiden möchten. Eine Stahlfertiggarage mit einer Wandstärke von drei Zentimetern ist hinsichtlich der Isoliereigenschaften mit der Betongarage mit einer Wandstärke von sechs Zentimetern vergleichbar. Bei Stahl ist also eine geringere Wandstärke nötig, um die gewünschte Isoliereigenschaft zur Verfügung zu haben. Zu dünn sollten die Wände natürlich auch nicht sein. Eine gewisse Stabilität und eine Widerstandsfähigkeit müssen vorhanden sein, um auch bei Sturm und anderen äußeren Einflüssen standhaft zu bleiben. Je dicker das Material, umso höher ist die Isoliereigenschaft und umso standhafter ist die Garage. Zu dicke Wände müssen aber auch nicht sein. So nehmen die Wände nur wichtigen Platz weg. Die verschiedenen Garagenhersteller geben Ihnen Auskunft über die Wandstärken, die zur Verfügung stehen.

Unterschied in der Materialstärke

Bei Bedarf Wände isolieren

Fertiggaragen können praktischerweise mit wenigen Schritten isoliert werden oder bereits als isolierte Garage gekauft werden. So erhalten Sie eine Garage, die über noch bessere Isoliereigenschaften verfügt. Allerdings muss die Isolierung ordentlich gemacht sein. Wärmebrücken sind zu vermeiden. Doch nicht nur die Wände der Garage, sondern auch das Garagentor und die Garagendecke müssen mit Dämmplatten versehen werden. Hinsichtlich der Isolierung des Tores könnte es jedoch auch zu Schwierigkeiten kommen. Denn wenn es sich um ein flexibles Garagentor mit Sektionen handelt, so ist eine Isolierung nicht möglich. Schiebt sich das Tor über einen Bogen nach oben, ist es einfach nicht machbar. Die Dämmplatten würden beim Hochfahren kaputtgehen. Es kann also nur ein Tor aus einem Stück mit Dämmplatten versehen werden. Aber um eine Garage ordentlich zu isolieren, ist es eben auch nötig, das Tor mit einzubeziehen. Allgemein ist eine Isolierung aber sowieso für eine Garage, die auch nur als Abstellplatz genutzt wird, weniger sinnvoll. Doch falls die Garage direkt am Haus angeschlossen ist und auch noch mit einer Zwischentür zum Haus versehen ist, sollte doch auf eine Garage mit ordentlicher Wandstärke und Isolierung zugegriffen werden. Denn ansonsten haben Sie im Winter das Problem, dass die Kälte unweigerlich aus der Garage mit in das Haus kommt. Und im Sommer würde die Wärme mit hineinkommen.

Selber mauern oder Fertiggarage kaufen?

Sind Sie handwerklich geschickt, so werden Sie sicherlich auch überlegen, ob Sie die Garage nicht lieber selber mauern möchten. Die Wandstärken der gemauerten Garagen fallen wesentlich dicker aus. Sie tragen zu einer besseren Dämmung bei. Warum sollte man auch auf eine Garage mit einer erheblich dickeren Wandstärke zugreifen, wenn es auch Garage gibt, die wesentlich dünnere Wandstärken vorweisen? Natürlich bietet eine gemauerte Garage einige Vorteile. So ist es beispielsweise möglich, sämtliche Formen zu realisieren. Außerdem ist die Belüftung aufgrund der Bauweise besser zu realisieren. Eine Schimmelbildung sollte ausbleiben. Aufgrund der sehr stabilen Bauweise können Sie davon ausgehen, dass die Garage sehr lange hält. Und es kann aufgrund der Wandstärke und der guten Dämmeigenschaften nahezu alles in der Garage gelagert werden. Erhebliche Nachteile zu Fertiggaragen sind die:

Selber mauern oder Fertiggarage kaufen?

  • Raumverlust aufgrund der Wandstärke
  • Ist an den Ort gebunden (kann bei Umzug nicht mitgenommen werden)
  • Lange Bauzeit
  • Rechnet man zu den Materialien die Bauzeit, so ist eine gemauerte Garage oft teurer als eine Fertiggarage im Standardmaß

Zu beachten ist jedoch, dass eine Fertiggarage im Sondermaß kostspieliger werden kann. Sonderanfertigungen kosten eben doch jede Menge Aufschlag. Da sollten Sie doch einige Angebote einholen und die Preise gut miteinander vergleichen. Fertiggaragen bringen übrigens auch Nachteile mit sich. Es kann sich beispielsweise bei Betonfertiggaragen und Stahlfertiggaragen Kondenswasser bilden. Aus diesem Grund muss für eine ordentliche Belüftung gesorgt werden. Bei Fertiggaragen aus Stahl gibt es auch das Problem, dass aufgrund der sehr dünnen Wandstärke nur bedingt Dinge in die Wand geschraubt werden können. Der Beton der Betonfertiggaragen wird bei der maschinellen Herstellung sehr schnell getrocknet. Eine Rissbildung kann das Ergebnis sein. Risse müssen ausgebessert werden.

Fertiggarage in Holzständerbauweise – Gute Alternative

Eine Garage in Holzständerbauweise ist ebenfalls sehr attraktiv. Die Wandstärke liegt bei einer solchen Garage im Gegensatz zu einfachen „Bretterhütten“ meistens bei über 20 Zentimetern. Bei dieser Variante muss unbedingt eine Dämmung eingebracht werden, die alleine schon mindestens 12 Zentimeter ausmacht. Meistens ist das Material für die Isolierung bereits im Bausatz enthalten. Allerdings liegen die Kosten doch im mittleren bis gehobenen Bereich. Dafür erhalten Sie einen umweltfreundlichen und witterungsbeständigen Unterschlupf für Ihr Fahrzeug. Eine Fertiggarage in Holständerbauweise kann normalerweise auch selber aufgebaut werden, sofern Sie handwerklich etwas geschickt sind. Der Aufbau funktioniert nach kurzer Zeit sehr schnell. Möchten Sie lieber den Spezialisten die Arbeit überlassen, so ist das gegen einen Aufpreis ebenfalls möglich.

Auch dünne Wände dämmen gut

Aufgrund der Eigenschaften der verschiedenen Materialien reichen auch dünne Wandstärken der Fertiggaragen aus, um einen guten Isolierwert vorzuweisen. Es ist also nicht nötig, sich tagelange hinzustellen und eine Garage mit Ziegelsteinen zu mauern. Die viele Arbeit können Sie sich sparen. Mit den Fertiggaragen erhalten Sie gute Stellplätze für Ihre Fahrzeuge, die im Gegensatz zu gemauerten Garagen mehr Platz gewähren. Ob in Holz, in Beton oder in Stahl, alle Garagentypen gibt es in dünnen Wandstärken. Stahlfertiggaragen gibt es bereits mit Wandstärken von drei Zentimetern. Das ist doch ein Unterschied zu Ziegelsteinen mit einer Stärke von 24 oder sogar 36 Zentimetern.

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